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Versuchter Mord in Traar

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Krefeld – Eine spektakuläre Tat (versuchter Mord) beschäftigte die Öffentlichkeit seit dem 19.06.2016 in Krefeld und wird nunmehr eine Aufarbeitung durch die Justiz erfahren.

“Die Staatsanwaltschaft legt dem angeklagten Lukas T. zur Last, am Nachmittag des 19. Juni dieses Jahres einen jungen Mann, mit dem er bis dahin befreundet gewesen sei, gefragt zu haben, ob dieser bei ihm übernachten wolle. Der Mann habe zugestimmt und sich in den Abendstunden verabredungsgemäß zur Wohnanschrift des Angeklagten begeben. Dort habe sich der Angeklagte, maskiert und mit Pfefferspray sowie einem Butterflymesser bewaffnet, in einem Gebüsch verborgen.

Als sein Opfer erschienen sei, habe der Angeklagte ihn unvermittelt angegriffen. Er habe ihm Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und in der Folgezeit mehrfach mit dem Messer in den Bereich des Rückens und der Seite gestochen. Ferner habe der Angeklagte mit dem Messer nach dem Kopf des mutmaßlich Geschädigten gestochen, diesen je-doch verfehlt. Dem Angegriffenen sei es schließlich gelungen, in ein zufällig am Ort des Geschehens eintreffendes Fahrzeug zu flüchten, informierte ein Gerichtssprecher.” ( zitiert aus der Rheinischen Post, Onlineabruf vom 09.12.2016)

Der Täter hat eingeräumt das Opfer mit einem Messer verletzt zu haben, schweigt zu den Hintergründen der Tat seither jedoch beharrlich,  wie die Rheinische Post berichtet.

Am Montag beginnt die Hauptverhandlung, innerhalb derer das Tatopfer von Herrn Rechtsanwalt Tim Cörper als Nebenklagevertreter betreut wird. Auch für das Opfer ist zur Aufarbeitung des Vorfalles die Motivation des Täters nicht unerheblich. Es bleibt jedoch abzuwarten ob diese Umstände im Rahmen der Hauptverhandlung bekannt werden. Der Mandant leidet bis heute  massiv an psychischen Folgeschäden und hofft mit einem gerechten Urteil ein weiteres Puzzleteil der Traumabewältigung zu finden. Wir werden über den weiteren Verlauf des Verfahrens informieren.